In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden zwei Personen am Rande unserer CSD-Veranstaltung am Stadtplatz angegriffen — verbal, dann körperlich. Die Verletzungen sind glücklicherweise nicht schwer. Trotzdem ist eine Grenze überschritten, die wir nicht akzeptieren werden.
Was passiert ist
Gegen 23:30 Uhr kam es vor dem Café am Stadtplatz zu einer Auseinandersetzung. Drei vermummte Personen sollen die Betroffenen mit queerfeindlichen Beleidigungen attackiert und schließlich geschubst und getreten haben. Die Polizei wurde gerufen, ermittelt — die Täter sind aktuell noch nicht identifiziert.
Wo wir stehen
Wir lassen uns nicht einschüchtern. Der CSD findet auch nächstes Jahr in Moosburg statt — und größer als dieses Mal.
Wir stehen an der Seite der Betroffenen. Wer Beratung oder rechtliche Unterstützung braucht: meldet euch über die Adresse unten. Wir vermitteln vertraulich an die Antidiskriminierungsstelle Bayern.
Wir fordern den Stadtrat auf:
- Sich öffentlich zu positionieren und queerfeindliche Gewalt eindeutig zu verurteilen.
- Mittel im Haushalt 2027 für Schutzkonzepte bei queeren Veranstaltungen bereitzustellen.
- Den von uns bereits 2024 beantragten Runden Tisch gegen Hass und Hetze endlich einzuberufen — der Beschluss liegt seit über einem Jahr in der Verwaltung.
Wo wir dazulernen
Wir hatten zwei Awareness-Personen vor Ort, das war zu wenig. Beim nächsten CSD verdoppeln wir das Team und arbeiten enger mit dem Sicherheitsdienst. Wir nehmen auch die Empfehlungen der Antidiskriminierungsstelle ernst und werden sie in unser Sicherheitskonzept einarbeiten.
Sichtbarkeit kostet. Wir zahlen den Preis trotzdem — weil das Schweigen teurer wäre.